Wie läuft die Behandlung für mich ab?
Was passiert bei der Behandlung?
Für die BlutdialyseFür die Blutdialyse wird eine Dialysemaschine verwendet, bei der ein Filter (Dialysator) die Funktion der Nieren ersetzt. Überschüssige Flüssigkeit und Abfallstoffe werden so aus dem Blut entfernt. Diese Dialysemaschine ist während der Blutreinigung mit zwei Nadeln an ein speziell verstärktes Blutgefäß (Shunt) an Ihrem Arm angeschlossen. Während der Behandlung wird ein Teil Ihres Blutes von der einen Nadel durch ein steriles Schlauchsystem zum Dialysator geleitet, das gereinigte Blut wird dann über die andere Nadel in Ihren Körper zurückgeleitet. wird eine Dialysemaschine verwendet, bei der ein Filter (DialysatorDer Dialysator ist eine halbdurchlässige Membran. Er ist Teil des Dialysegeräts und an ihm findet der eigentliche Reinigungsprozess des Bluts statt.) die Funktion der Nieren ersetzt. Überschüssige Flüssigkeit und Abfallstoffe werden so aus dem Blut entfernt.
Diese Dialysemaschine ist während der Blutreinigung mit 2 Nadeln an ein speziell verstärktes Blutgefäß (ShuntEin Shunt ist eine Verbindung zwischen zwei Hohlräumen oder zwei Gefäßen. Ein aus therapeutischen Gründen angelegter Shunt (z. B. durch Operation), unterstützt die medizinische Behandlung.) an Ihrem Arm angeschlossen. Während der Behandlung wird ein Teil Ihres Blutes von der einen Nadel durch ein steriles Schlauchsystem zum Dialysator geleitet, das gereinigte Blut wird dann über die andere Nadel in Ihren Körper zurückgeleitet.
Vor und nach der Behandlung wird Ihr Gewicht kontrolliert, um die entzogene Flüssigkeitsmenge zu messen. Während der Behandlung wird Ihr Blutdruck regelmäßig gemessen, da es während der Dialyse zu Blutdruckschwankungen kommen kann.
Wo und wann findet die Behandlung statt?
Sie können die Blutdialyse im Dialysezentrum oder zu Hause durchführen.
Im Dialysezentrum übernimmt normalerweise das Pflegepersonal die Durchführung der Behandlung. In vielen Dialysezentren können Sie aber auch Teile der Dialyse oder die ganze Behandlung selbst durchführen.
Wenn Sie die Behandlung lieber zu Hause durchführen möchten, muss zuerst geprüft werden, ob dies in Ihrem Fall möglich ist. Das medizinische Fachpersonal schult Sie, damit Sie die Dialyse selbstständig durchführen können.
Für die Heimdialyse brauchen Sie ausreichend Platz für die Dialysemaschine sowie das System zur Wasseraufbereitung und das Dialysematerial. Die Dialysemaschine muss zu Hause an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen werden. Die Anschlüsse für Wasser und Elektrizität müssen möglicherweise angepasst werden. Der Energie- und Wasserverbrauch wird sich erhöhen. Eine Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse ist möglich.
Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, müssen Sie und idealerweise auch eine zusätzliche Person vor Start der Heimdialyse ein 6- bis 8-wöchiges Schulungsprogramm abschließen.
Wie oft muss die Behandlung durchgeführt werden und wie lange dauert sie?
Die Behandlung wird 3- bis 4-mal pro Woche durchgeführt. Jede Behandlung dauert 4 bis 6 Stunden.
Benötige ich eine Operation?
Ja. Für die Dialyse brauchen Sie ein verstärktes Blutgefäß (Shunt), das in einer Operation angelegt wird. Dieses verstärkte Blutgefäß entsteht durch die Kopplung einer VeneVenen sind die Blutgefäße, die das Blut zum Herzen hin transportieren. Sie befördern in der Regel sauerstoffarmes Blut. mit einer ArterieArterien sind die Blutgefäße, die das Blut vom Herzen weg transportieren. Sie befördern in der Regel sauerstoffreiches Blut. im Arm.
Das chirurgische Fachpersonal legt diesen Shunt 8 bis 10 Wochen vor dem Start der Dialyse an. Dafür werden Sie unter lokaler Betäubung am Arm operiert. Danach bleiben Sie 1 bis 3 Tage im Krankenhaus. Nach circa 3 bis 6 Wochen kann der Shunt das erste Mal benutzt werden.
Der Shunt muss von Zeit zu Zeit erneuert werden.
Bevor bei Ihnen ein Shunt angelegt werden kann, untersucht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die Venen an Ihren Armen genau. Der Verlauf und der Durchmesser Ihrer Venen werden mithilfe eines Ultraschallgeräts geprüft.
Ein Shunt wird normalerweise am Unterarm angelegt. Es besteht aber auch die Möglichkeit auf die Ellenbeuge, den Oberarm oder den Oberschenkel auszuweichen.
Die Vene und die Arterie werden entweder miteinander verbunden (Abbildung 1) oder die Vene wird durchtrennt und auf die Arterie aufgenäht (Cimino-Shunt) (Abbildung 2). Wenn die Verhältnisse ungünstig sind (zum Beispiel bei sehr dünnen Gefäßen), können Vene und Arterie durch eine künstliche Ader (ein Kunststoffschlauch) verbunden werden (Abbildung 3).
Was wissenschaftliche Studien sagen:
Der Zugang zum Blutkreislauf (Shunt) muss bei Personen, die öfter als 3-mal pro Woche zur Blutdialyse gehen, vermutlich häufiger erneuert werden, als bei Personen, die nur 3-mal pro Woche zur Dialyse gehen.
Der Krankenpfleger beschreibt den Ablauf der Blutdialyse
Der Arzt spricht über die Trinkmenge
Der Arzt erklärt die Funktion der Blutdialyse
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.