Coronavirus

ENTSCHEIDUNGSHILFE ZUR CORONA-IMPFUNG

In dieser evidenzbasierten Entscheidungshilfe geht es um die Frage, ob Sie sich gegen die Erkrankung impfen lassen möchten, die das Coronavirus auslöst (COVID-19). Die Informationen richten sich an gesunde Erwachsene. Informationen zur Corona-Impfung für Kindern finden Sie zum Beispiel vom Bundesministerium für Gesundheit.

Grundlage dieser Entscheidungshilfe bilden die Studien- und Meldedaten, die vom Robert Koch-Institut regelmäßig bewertet und veröffentlicht werden. Da sich die Forschung zur Erkrankung, zu den Impfstoffen sowie den Rahmenbedingungen in Deutschland derzeit schnell entwickelt, wird diese Seite regelmäßig aktualisiert. Dennoch ist es möglich, dass die Informationen nicht immer auf dem aktuellsten Stand sind.

Unser Ziel ist es, dass Sie die für sich passende Entscheidung treffen.

Stand der Information: 15. März 2022

In dieser Entscheidungshilfe finden Sie keine Informationen über die aktuellen Maßnahmen wie Verhaltens- und Abstandsregeln. Je nach Situation und politischen Vorgaben können Aktivitäten wie Restaurantbesuche, Veranstaltungen oder Reisen nur für Menschen erlaubt sein, die entweder vollständig geimpft oder genesen sind, oder einen aktuelles negatives Testergebnis haben. Weitere Informationen hierzu finden Sie zum Beispiel auf der Internetseite Ihres Bundeslandes.

Was bedeutet eine COVID-19-Erkrankung?

COVID-19 (umgangssprachlich Corona genannt) ist eine Erkrankung, die im Dezember 2019 erstmals in China auftrat. Corona ist in erster Linie eine Lungenerkrankung, die jedoch auch andere Organe betreffen kann. Auslöser ist das Virus SARS-CoV-2 (umgangssprachlich Coronavirus genannt). Das Coronavirus hat sich rasch über die ganze Welt ausgebreitet – daher bezeichnet man es als Pandemie. Es gibt inzwischen verschiedene Varianten des Virus, sogenannte Virusmutationen, die sich in der Ausbreitungsgeschwindigkeit und in den gesundheitlichen Beschwerden unterscheiden.

Ob und wie sich COVID-19 bei Ihnen persönlich entwickeln könnte, hängt vor allem von Ihren persönlichen Risikofaktoren ab. Dazu gehören Ihr Alter, Geschlecht und mögliche Vorerkrankungen.

Forscher schätzen, dass bei etwa 20 bis 40 von 100 infizierten Menschen keine Symptome auftreten. Diese Menschen können jedoch andere anstecken – genauso wie die infizierten Menschen, die Krankheitszeichen haben. Die Krankheitszeichen können sich auch je nach Virusvariante unterscheiden.
Zu den häufigsten Anzeichen einer Corona-Infektion zählen gemäß den deutschen Meldedaten und Studien:

  • Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen
  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Störung des Geschmacks- und Geruchssinns
  • Übelkeit, Bauchschmerzen

Bei schweren Krankheitsverläufen können neben der Lunge (Lungenentzündung) zum Beispiel auch das Herz, Blutgefäße, das Nervensystem oder die Nieren betroffen sein. Bei sehr schweren Erkrankungsverläufen besteht die Gefahr eines Lungenversagens oder eines Multiorganversagens, was lebensbedrohlich ist.

Unabhängig von der Schwere der Erkrankung hat ein Teil der Menschen auch nach Wochen oder Monaten noch Krankheitszeichen. Dabei handelt es sich häufig um Gedächtnisstörungen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen Erschöpfung und Müdigkeit. Diese Langzeitfolgen werden auch „Long COVID“ genannt.

Wie ist mein persönliches Risiko, mich anzustecken oder schwer zu erkranken?

Ihr Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken, hängt vor allem von Ihrer persönlichen Lebens- und Arbeitssituation ab. Zum Beispiel spielt es eine Rolle, ob Sie in einem Alters- oder Pflegeheim wohnen oder dort arbeiten, ob Sie in einer Kita oder einer Schule, im Homeoffice oder einem Großraumbüro arbeiten. Einen Einfluss hat auch, ob Sie und Ihr soziales Umfeld sich an die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln halten. Und nicht zuletzt spielen die staatlichen Regelungen eine Rolle, etwa ob Geschäfte oder Gastronomie-Betriebe geöffnet oder geschlossen sind.

Ihr Risiko, an Corona zu erkranken und möglicherweise einen schweren Krankheitsverlauf zu haben, hängt vor allem von Ihren persönlichen Risikofaktoren ab und davon, ob Sie geimpft sind oder schon einmal erkrankt waren. Daneben spielen das Alter und Geschlecht sowie Vorerkrankungen eine wichtige Rolle. Dazu gehören laut Informationen des Robert Koch Instituts etwa Krebs, Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem (Immunsuppression), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sowie starkes Übergewicht (Adipositas) oder Trisomie 21. Mit einem höheren Alter steigt ebenfalls das Risiko für einen schweren Verlauf. Zudem kommt es bei Männern eher zu einem schweren Krankheitsverlauf als bei Frauen. Schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle betreffen vor allem ältere oder vorerkrankte Menschen.

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